Markisenmotor nachrüsten

Nicht jeder hat das nötige Kapital und/oder die Weitsicht, um direkt bei Markisenkauf einen elektrischen Antrieb mitzuordern. Das ist heute jedoch kein Problem mehr, schließlich gibt es zahlreiche Nachrüstlösungen auf dem Markt, mit denen eine vorhandene Markise vom mechanischen auf elektrischen Antrieb umgebaut werden kann.

Insbesondere bei älteren Markisenmodellen ergibt sich oft die Notwendigkeit zum Nachrüsten eines Elektromotors. Schließlich gab es vor einigen Jahrzehnten noch nicht die Möglichkeit, diesen direkt beim Hersteller mitzubestellen. Solche Nachrüstlösungen erhält man entweder bei den Markisenherstellern oder im Zubehörhandel.

Grundsätzlich muss man zwischen verschiedenen Systemen unterscheiden. Am verbreitetsten ist heute der so genannte Rohrmotor, der direkt an die Welle, die das Markisentuch aufrollt, angesetzt wird. Die Vorteile: der Motor kann relativ klein dimensioniert werden, da in diesem Fall kaum Verluste durch aufwändige Getriebe oder Zahnradverbindungen entstehen.

Bei der Wahl der Betätigung kann sich der Kunde in der Regel zwischen einem manuellen Schalter und einer Funkfernbedienung entscheiden. Letztere ist etwas teurer, bietet dafür aber auch einen nochmals erhöhten Komfort. Durch die Fernbedienung lässt sich die Markise beispielsweise auch dann aus- und einfahren, wenn man bequem auf der Terrasse im Liegestuhl gelegt.

Ein Markisenmotor als Nachrüstlösung sollte nach Möglichkeit von einem Fachmann eingebaut werden. Wer sich diese Aufgabe als Heimwerker zutraut, sollte zumindest über fortgeschrittene Kenntnisse in der Elektrotechnik verfügen. Grundsätzlich müssen Nachrüstlösungen individuell auf die Gegebenheiten vor Ort angepasst werden. Insbesondere die Befestigung des Motors muss mit der nötigen Fachkenntnis erfolgen, so dass dieser absolut spielfrei mit der Markisenwelle verbunden ist. Andernfalls könnten gefährliche Kraftmomente entstehen, die den Motor innerhalb kürzester Zeit zerstören können.